MGEPA Patientenbeauftragte - Probleme bei der Inkontinenzversorgung durch Ausschreibung der gesetzlichen Krankenkassen zur Hilfsmittelversorgung

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Büro der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten

Anschrift: Fürstenwall 25, 40219 Düsseldorf
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Probleme bei der Inkontinenzversorgung durch Ausschreibung der gesetzlichen Krankenkassen zur Hilfsmittelversorgung

Eine Ratsuchende leidet seit ihrer Krebserkrankung unter Harninkontinenz (Unvermögen, Harn bewusst zurückhalten zu können). Die seitdem benötigten Inkontinenzprodukte verordnete ihr die behandelnde Ärztin. Mit Genehmigung der gesetzlichen Krankenkasse wurden ihr diese Produkte über lange Zeit durch einen speziellen regionalen  Hilfsmittelanbieter ihrer Wahl zur Verfügung gestellt. Nach einem bundesweiten Ausschreibungsverfahren ist nun ein zentraler Hilfsmittellieferant alleiniger Vertragspartner der Krankenkasse und somit für die Bereitstellung zuständig. Dieser gibt an, dass er die bisher verordneten Inkontinenzprodukte nur mit einer Aufzahlung von rund 15 € pro Inkontinenzproduktepaket liefern kann. Hinsichtlich der Saugfähigkeit und Praktikabilität entsprachen die Produkte nicht der von der Patientin gewünschten Qualität, um ihr eine Teilhabe am Leben zu ermöglichen.

Die Patientin wendet sich an den Patientenbeauftragten und bittet um Aufklärung und Unterstützung bei dieser Problemlage. Sie wird zunächst darüber informiert, dass nicht der Hilfsmittellieferant ihr Vertragspartner ist, sondern ihre Krankenkasse. Sie ist zuständig, die Patientin mit dem vom Arzt verordneten Hilfsmittelprodukt zu versorgen. Die Krankenkasse hat das Recht die Verordnung zu überprüfen. Treten Unstimmigkeiten auf, muss sie sich zur Abklärung an die Ärztin wenden.

Ausgestattet mit der Vollmacht der Patientin nahm das Büro des Patientenbeauftragten Kontakt zu der Krankenkasse auf. Die Krankenkasse räumte ein, dass es bei der Umstellung auf den neuen zentralen Hilfsmittellieferanten zu erheblichen Irritationen in der Inkontinenzversorgung der Versicherten kam. In diesem Umfang habe sie nicht mit Problemen gerechnet. Nach intensiver Prüfung des Sachverhalts und nach Rücksprache mit der behandelnden Ärztin über die Notwendigkeit, des von ihr verordneten Hilfsmittels, hat die Krankenkasse im Rahmen einer Einzelfallentscheidung die Versorgung der Versicherten mit dem verordneten Inkontinenzprodukten ermöglicht.

Außerdem sicherte die Krankenkasse zu, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiv zu schulen, um Missverständnissen vorzubeugen und die Versicherten ausführlich zu informieren und aufzuklären.

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