MGEPA Patientenbeauftragte - Versorgungsprobleme auf dem Land: Erschwerte Arzneimittelversorgung

Übersprungnavigation


Seiteninfo

Fragen_Antworten

Büro der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten

Anschrift: Fürstenwall 25, 40219 Düsseldorf
Öffnungszeiten: MO-DO 8.00-15.30 Uhr, FR 8.00 -14.00 Uhr

E-Mail: kontakt@lbbp.nrw.de
(Bitte die Endung lbbp.nrw.de beachten!)

Patiententelefon: 0211 855 3008

Nachricht senden >

Inhalt

Versorgungsprobleme auf dem Land: Erschwerte Arzneimittelversorgung

Eine Patientin musste aufgrund starker Unterleibsschmerzen am Wochenende den ärztlichen Notdienst aufsuchen. Der Arzt diagnostizierte eine Blasenentzündung und stellte ihr ein Rezept über ein Antibiotikum und ein Schmerzmedikament aus. Anschließend bekam Sie die Adresse einer 15 Kilometer entfernt liegenden Apotheke, die den Apotheken-Notdienst für den Sonntag abdeckte. In der Regel legt die Patientin die Wege mit dem Fahrrad zurück, aber mit schmerzhafter Blasenentzündung konnte sie die weite Strecke nicht bewältigen. Eine Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr gab es nicht, der Bus fuhr in dieser Region nur werktags. Die Betroffene musste schließlich in ihrer Not für die Hin- und Rückfahrt auf das kostspielige Taxi ausweichen. Da sie nur eine kleine Rente bezieht, sind die Kosten dafür für sie nur schwer aufzubringen.

Bei der Kontaktaufnahme mit dem Patientenbeauftragten schilderte die Patientin ausführlich ihre Erfahrungen und äußerte sich sehr kritisch über die erschwerte Arzneimittelversorgung auf dem Land außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Der Patientenbeauftragte hat diese Anregungen aufgegriffen und nach Prüfung der organisatorischen Rahmenbedingungen feststellen müssen, dass für diese Problematik absehbar keine Lösung existiert. Der ärztliche Notdienst und der Notdienst der Apotheken sind in den Kommunen und Kreisen nicht synchronisiert, wodurch die Patienten zum Teil lange Wege zurücklegen müssen.

Strukturell besteht die Problematik darin, dass der ärztliche Notdienst in der Regel an einem festen Standort (z. B. in oder in der Nähe einer Klinik) organisiert wird und der Apotheken-Notdienst abwechselnd durch alle regionalen Apotheken geleistet wird.

Eine patientenfreundliche Regelung könnte zum Beispiel durch die Einbeziehung der Krankenhaus-Apotheken im Umfeld des ärztlichen Notdienstes ermöglicht werden.

Fuß-Navigation

Übersichts-Bereich