MGEPA Patientenbeauftragte - Antibiotika-resistente Erreger - Patientenfahrdienst mit dem Taxi

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Büro der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten

Anschrift: Fürstenwall 25, 40219 Düsseldorf
Öffnungszeiten: MO-DO 8.00-15.30 Uhr, FR 8.00 -14.00 Uhr

E-Mail: kontakt@lbbp.nrw.de
(Bitte die Endung lbbp.nrw.de beachten!)

Patiententelefon: 0211 855 3008

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Antibiotika-resistente Erreger - Patientenfahrdienst mit dem Taxi

Herr L. ist selbstständiger Taxifahrer und führt regelmäßig ärztlich verordnete Patientenfahrdienste durch. Da der Ratsuchende hierbei zum Teil immungeschwächte Menschen transportiert und Bedenken hinsichtlich der Übertragung von antibiotika-resistenten Erregern hatte, nahm er Kontakt mit dem Patientenbeauftragten auf, um sich über den aktuellen Stand der notwendigen Hygienemaßnahmen zu informieren.

Das Büro des Patientenbeauftragten informierte den Ratsuchenden gemäß des Merkblatts „Antibiotika-resistente Erreger - Infektionsprävention im Krankentransport“ des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW):

MRSA-kolonisierte Patientinnen und Patienten können öffentliche Verkehrsmittel nutzen, mit dem Taxi fahren oder in einem Liegendmietwagen (häufig als „nichtqualifizierter“ Krankentransport bezeichnet) transportiert werden.

Eine MRSA - Besiedelung alleine stellt nach dem Rettungsgesetz NRW (RettG NRW) keinen Grund für die Nutzung eines Krankentransportwagens („qualifizierter“ Krankentransport) dar.

Werden MRSA-Patientinnen und - Patienten jedoch (aus anderen medizinischen Gründen) in einem solchen Krankentransport- oder im Rettungsdienstwagen transportiert, müssen dort grundsätzlich die Basishygienemaßnahmen eingehalten werden, um die Übertragung von Krankheitserregern auf das Personal und nachfolgende Patientinnen und Patienten und ein damit verbundenes Infektionsrisiko zu vermeiden.

Maßgebliches Kriterium für die Wahl des Transportmittels ist die im Einzelfall nach dem klinischen Bild (vorhandene Grunderkrankung) von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt getroffene Anordnung beziehungsweise die ausgestellte Transportbescheinigung. Bei Einhaltung der Basishygienemaßnahmen ist das Infektionsrisiko mit multiresistenten Erregern (MRE) im Rettungsdienst sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für das Personal als gering einzustufen. Zu einer Übertragung kann es bei engem Direktkontakt mit einem MRE-Kolonisierten oder - Infizierten kommen. Die wichtigste hygienische Maßnahme ist die Händedesinfektion nach Patientenkontakt.

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