MGEPA Patientenbeauftragte - Ambulante Versorgung – Freie Arztwahl

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Büro der Landesbehinderten- und Patientenbeauftragten

Anschrift: Fürstenwall 25, 40219 Düsseldorf
Öffnungszeiten: MO-DO 8.00-15.30 Uhr, FR 8.00 -14.00 Uhr

E-Mail: kontakt@lbbp.nrw.de
(Bitte die Endung lbbp.nrw.de beachten!)

Patiententelefon: 0211 855 3008

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Ambulante Versorgung – Freie Arztwahl

Herr P. ist gesetzlich krankenversichert und wurde nach einem Armbruch in einer ortsansässigen Klinik operiert. Nach der poststationären Versorgung durch das Krankenhaus suchte er zur Fortführung der Behandlung  seinen Orthopäden auf. Dieser hatte zwischenzeitlich einen weiteren Arzt in seiner Praxis angestellt und seinen Praxisbetrieb neu organisiert. Alle Patienten, die die Praxis in der offenen Sprechzeit aufsuchen, werden nun von der medizinischen Fachangestellten einem der beiden Ärzte zugewiesen.

Herr P. sollte im Zuge dessen von dem neuen, ihm unbekannten Arzt behandelt werden, obwohl er ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass er seinen bisherigen Orthopäden aufsuchen möchte. Aufgrund der Dringlichkeit nahm er jedoch die Behandlung bei dem angestellten Arzt in Anspruch.

Im Anschluss kontaktierte Herr P. den Patientenbeauftragten, um sich über die Möglichkeiten und Grenzen der freien Arztwahl zu informieren.

Das Büro des Patientenbeauftragten infomierte den Ratsuchenden über die Grundlagen der freien Arztwahl. Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung haben eine freie Wahl, sofern die Arztinnen und Ärzte an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Andere Ärzte dürfen nur im Notfall in Anspruch genommen werden.

Zudem erläuterte das Büro des Patientenbeauftragten dem Ratsuchenden die betreffenden Regelungen der Berufsordnung der Ärztekammer Nordrhein, wie auch der Ärztekammer Westfalen - Lippe. Speziell vor dem Hintergrund einer vertragsärztlichen Kooperation sieht diese die Gewährleistung einer freien Arztwahl vor (Vgl. jeweils § 18 der Berufsordnung).

Herr P. hat also auch in der Praxis seines Orthopäden die freie Arztwahl. Allerdings muss er gegebenenfalls damit einhergehende Zeitverzögerungen in Kauf nehmen.

Darüber hinaus existieren Sonderfälle in der sogenannten hausarztzentrierten Versorgung und anderen Selektivverträgen. Bei einer Teilnahme der Versicherten an derartigen Verträgen ist die freie Arztwahl in der Regel eingeschränkt, so dass Patientinnen und Patienten verpflichtet sind, die an diesen Verträgen teilnehmenden Fach- und Hausärzte zu nutzen.

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